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10 Schritte zur Gründung

Je gezielter Sie vorgehen, um so besser  wird Ihnen der Einstieg in die Selbständigkeit gelingen. Die folgenden Eckpunkte bieten eine erste Orientierung:

1.    Informationen sammeln
Beginnen Sie damit, Informationen zu sammeln. Erste Ansprechpartner sind die hessischen Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie die Handwerkskammern (HWK). Dort erfahren Sie auch, welche weiteren Hilfen Sie vor Ort erhalten können, beispielsweise durch eine Gründerinitiative oder ein Gründerzentrum. Adressen der hessischen IHK und HWK, der kommunalen Wirtschaftsförderungen und Gründerzentren finden Sie hier.

2.    Realistische Einschätzung der Eignung Ihres Gründungsvorhabens
Beurteilen Sie zunächst allgemein, ob Ihr Vorhaben durchführbar und zur Existenzsicherung geeignet ist. Versuchen Sie, dies möglichst realistisch einzuschätzen. Details und abschließende Antworten können Sie in einem weiteren Schritt, der Businessplanung, erarbeiten.

3.    Existenzgründungskurs
Ein Existenzgründerkurs bietet einen kompletten Überblick über alle Aufgaben, die Sie vor und auch nach Ihrer Gründung erledigen müssen. Hier können Sie Kontakte zu anderen Gründerinnen und Gründern herstellen. Existenzgründungskurse werden von den IHK und HWK angeboten. Adressen der hessischen IHK und HWK finden Sie hier.

4.    Businessplan
Gut vorbereitet können Sie die Detailplanung Ihrer Gründungsidee in Form eines Businessplans in Angriff nehmen. Wie dieser aussieht, wie er geschrieben wird und welche Informationen er unbedingt beinhalten muss, erfahren Sie hier.
Weitere Unterstützung und Informationen zur Erarbeitung des Businessplans können Sie auch im Rahmen der vom Land und der Europäischen Union geförderten Existenzgründungsberatung erhalten. Zu Förderkonditionen und Antragsmodalitäten berät z.B. das RKW Hessen.

5.    Finanzierung vorbereiten
Jetzt wissen Sie genau, wie Ihr Geschäftskonzept zukünftig funktionieren soll. Sie können anhand von Planrechnungen nachweisen, dass die Geschäftsidee wirtschaftlich tragfähig ist. Sie kennen Ihren Kapitalbedarf. Nun müssen Sie Ihre Planung in die Tat umsetzen. Die meisten Gründungsvorhaben müssen extern finanziert werden. Klassische Geldgeber für Mittelstand und Existenzgründer in Deutschland sind Sparkassen und Volksbanken. Informieren Sie sich. Führen Sie ein erstes unverbindliches Informationsgespräch, um Möglichkeiten der Finanzierung zu sondieren. Kontaktdaten der Kreditinstitute finden Sie hier.

6.    Beantragen von Genehmigungen
Um die nötigen Finanzmittel zur Gründung von einem Geldgeber zu erhalten, sollte der Start Ihres Geschäfts so weit wie möglich vorbereitet sein. Was Sie jetzt gar nicht gebrauchen können, sind unangenehme Überraschungen oder gar Ärger mit Ämtern und Behörden. Deshalb: Beantragen Sie rechtzeitig erforderliche Zulassungen und Genehmigungen und nutzen Sie  Schulungsangebote.

7.    Bankgespräch(e) führen
Jetzt steht das eigentliche Finanzierungsgespräch an. Sie haben Ihren Businessplan – ggf. mit einem Finanzierungsvorschlag – einem Kreditinstitut übergeben. Die Einladung zum Gespräch deutet darauf hin, dass man Ihr Vorhaben grundsätzlich positiv beurteilt.
Ob Sie eine Kreditzusage erhalten, hängt nun von Ihrem persönlichen Auftreten und der Qualität Ihrer Planung ab.
Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt ‚Erfolgreich im Bankgespräch'.

8.    Anmeldungen
Gewerbetreibende müssen Sie sich beim Gewerbeamt anmelden. Das Gewerbeamt informiert in der Regel automatisch auch weitere Behörden und Institutionen: Finanzamt, IHK oder HWK, Berufsgenossenschaft, das Statistische Landesamt und auch das Handelsregister (beim Amtsgericht). Um in das elektronische Handelsregister eingetragen zu werden, sollten kaufmännische Betriebe einen Notar beauftragen.
Bei einer freiberuflichen Existenz, reicht die Anmeldung beim Finanzamt. Sie erhalten dort Ihre Steuernummer.

9.    Versicherungen
Denken Sie zunächst an sich und Ihre Familie. Informieren Sie sich, welche Kranken- und Pflegeversicherung, Unfallversicherung und Altersvorsorge für Sie geeignet ist.
Auch betriebliche Gefahren sollten Sie nicht unterschätzen und entsprechend absichern. Eine Übersicht über die wichtigsten betrieblichen Versicherungen finden Sie hier.

10.    Der richtige Auftritt nach außen
Jetzt benötigen Sie noch einen professionellen Auftritt für Ihr Unternehmen gegenüber Kunden und der Öffentlichkeit. Dazu gehören ein Logo, Visitenkarten, Briefpapier und heute eigentlich fast immer ein informativer und werbewirksamer Internetauftritt.
Weitere Informationen und Tipps zu Marketing und Vertrieb finden Sie hier.

Internet

PC-Lernprogramm "Existenzgründungsberater"
Der "Existenzgründungsberater" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) stellt Existenz-gründerinnen und Existenzgründern die wichtigsten Etappen auf dem Weg zur beruflichen Selbständigkeit vor: Mit kurzweiligen Informationen, Übersichten und Checklisten sowie weiterführenden Adressen.
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Testen Sie Ihre Geschäftsidee!
Auf den Seiten der Industrie- und Handelskammer Reutlingen finden Sei ein einfaches Tool mit dem Sie Ihre Geschäftsidee einem ersten Test unterziehen können.
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Existenzgründungs-Check
Vorschläge zur Bewertung der Erfolgschancen und Realisierungsmöglichkeiten von Existenzgründungsvorhaben - Betreute Beratung des RKW Hessen
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Sondergenehmigungen
Das Existenzgründerportal des BMWi bietet eine Übersicht, welche Nachweise für verschiedene Gründungsvorhaben erforderlich sind.
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Steuerliche Erfassung bei der Gründung
Die Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main hat in einem Merkblatt Hinweise zur steuerlichen Erfassung bei Beginn einer gewerblichen oder selbständigen Tätigkeit zusammen gestellt.
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Welche Versicherung brauche ich? - Checkliste der StarterCenter Hessen
Mit Hilfe dieser Checkliste können Sie sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Risiken Sie versichern sollten und welche nicht.
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12 Tipps zur persönlichen Absicherung
Versicherungen gibt es in einer fast nicht mehr überschaubaren Vielzahl -
für alle möglichen verschiedenen Gefahren. Das BMWi stellt eine Checkliste zur Verfügung, die zeigt, was bei der Auswahl zu berücksichtigen ist.
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Die Checkliste des BMWi ermöglicht es Ihnen betriebliche Risiken individuell zu bewerten und dementsprechend zu entscheiden, welche Absicherung für Ihr Unternehmen wirklich erforderlich ist.
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Gründerzeiten
Weitere Infos, Hilfen und praktische Lösungsvorschläge bietet Ihnen „Gründerzeiten“, der Infoletter des BMWi. Hier finden Sie mehr zu den Themen:
Anmeldungen und Genehmigungen
Persönliche Absicherung für Existenzgründer und Unternehmer
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